Sparkassenwerbung: Sparbuch-Hülle

Eine Schutzhülle für das Sparkassenbuch um 1959


Sparkassenbuch/Sparbuch-Hülle der Zentralsparkasse Wien. Weltspartagsgeschenk? 1959.
Sparkassenbuch/Sparbuch-Hülle der Zentralsparkasse Wien. Weltspartagsgeschenk? 1959.
Sparkassenbuch/Sparbuch-Hülle der Zentralsparkasse Wien. Weltspartagsgeschenk? 1959.
Sparkassenbuch/Sparbuch-Hülle der Zentralsparkasse Wien. Weltspartagsgeschenk? 1959.

Es ist zwar kein Prospekt, soll hier aber trotzdem Eingang aufgrund der Singularität in der Sammlung Traimer finden.

Eine Kartonhülle (Schutzhülle) für ein Sparkassenbuch (Abb. 98) vom Format her minimal größer als ein Sparkassenbuch.

 

Werbegeschenk zum Weltspartags-Besuch?


Es wurde vermutlich den Besuchern des Weltspartages 1959 (?) geschenkt und orientiert sich am BIM-Plakat.

Die Vorderseite zeigt aber deutlich vereinfachter und skizzenhafter einige Wiener Sehenswürdigkeiten. In schwarzen Feldern, von denen zwei unregelmäßig sind, werden weitere Informationen zum Weltspartag gegeben. Die Spirale kommt ebenfalls wiederum zum Einsatz und endet in einem Z-Logo am unteren rechten Rand.

Die Farbgestaltung weist wieder einmal nur vier Farben auf. Violett, schwarzweiß und rosé genügen dem Grafiker. Als kleines Bonmot wurde im unteren linken Eck von Traimer noch ein Fiaker (Pferdekutsche) beigegeben.

 

Traimer setzt reduziert auf das notwendigste, führt die Linien mit der Hand aus und arbeitet mit einem schwarzweißen Kontrast. Wie bei der oberen Arbeit setzt der Grafiker hier auf regionale Bezüge der Zentralsparkasse und entscheidet sich für die Wiener Sehenswürdigkeiten.

Der Betrachter erfährt demnach: „Mein Geld, meine Zentralsparkasse und meine Stadt“ gehören zusammen. Zudem ist die Aufmerksamkeit des Kunden gewährt, da er vermutlich versucht Gebäude zu erkennen.

 

Vom Architekturzeichenstil her entspricht die Gestaltung durchaus aus der Zeit.[1] Ein Vergleich mit Ernst Weils Zeichnung der Villa mit Katzen (Abb. 63) zeigt die Aktualität Traimers in Bezug der verzerrten Darstellung von Architektur. Traimer orientiert sich jedoch mehr an den tatsächlichen Proportionen.



[1] Vgl. bspw. Briefpapier in der Sammlung Traimer oder ein Tapetenmuster der Firma Gebr. Ditzel, das eine italienische Stadtlandschaft zeigt. Abb. In: Verband Deutscher Tapetenfabrikanten (VDT) (Hg.) 1960, S. 29.

 


Text: Matthias Bechtle.

Zitierweise: Bechtle, Matthias, Heinz Traimer, Diplomarbeit m.s. Universität Wien 2012, S. 95-96.