Kindheit in Augsburg

Grundschule und Schulzeichnungen von Heinz Traimer


Dr. Lieselotte Schroeder Traimer, Heinz Traimer, Dr. Roswitha Schloeterrer Traimer in Augsburg Bayern um 1930.
Dr. Lieselotte Schroeder Traimer, Heinz Traimer, Dr. Roswitha Schloeterrer Traimer in Augsburg Bayern um 1930.

Geburt im Schulhaus von Schondorf

 

Heinz Karl Wolfgang Traimer wurde am 21. September 1921 in Schondorf in Bayern geboren.

 

Halbwaise mit fünf Jahren

 

Sein Vater, der Lehrer Heinrich Traimer, starb 1927 an einer Blutvergiftung und hinterließ Frau, Sohn sowie zwei Töchter, Roswitha Schlötterer-Traimer und (Lotte) Lieselotte Schröder (geb. Traimer).

Die Mutter Hilde Traimer, geborene Wachter, eine Lehrerin, zog die drei Kinder nach dem Tode des Ehemannes alleine auf.

 

Von Schondorf über Augsburg  nach München

 

Heinz Traimer besuchte in Augsburg die Volksschule[7] und anschließend, von 1935 – 1940, das Alte Realgymnasium (heute Oskar von Miller Gymnasium) in München.[8]

 

Autor: Matthias Bechtle

Zitierweise: Bechtle, Matthias, Heinz Traimer, DA m.s., Universität Wien 02.10.2012, S. 4.



[7]Schularbeiten in Bildender Kunst sind erhalten und zeigen recht passable Malereien und Zeichnungen.

[8] Vgl. Quelle: Gymnasium 1978.

[9] Vgl. Quelle: Wehrmacht Soldbuch 1945.

[10] Vgl. Quelle: Polio 1946.

[11]Mündliche Auskunft Anne und Günther Heinze 2011.

 


Schulzeichnungen aus den 1930er Jahren


Heinz Traimer konnte innerhalb von nur drei Jahren seine Malweise vollkommen ändern. Als Elfjähriger musste er in Augsburg noch den erwünschten Buch-Grafik-Stil der um 1900 etabliert war  imitieren. Nach dem Umzug nach München fand er wohl einen "zeitgemäßen" Lehrer, der ihm das neue "Sehen" beibrachte und er lernte mit Farbe umzugehen.

Deutlich nachvollziehbar sieht man einen "Riesensprung" zum eigenen freien Stil. 

Die Abstraktionskraft, die Arrangements von Objekten, Figuren oder Landschaft ist bemerkenswert für einen so jungen Menschen.

Wenige Jahre später war ein solcher farbiger, freier Stil im "Dritten-Reich" nicht mehr erwünscht. Nun herrschte der Blut-und-Boden Kult mit realistischer und düsterer Malweise vor.